Story: Mein erstes Pferde-Fotoshooting

Vor einigen Tagen hatte ich mein erstes Pferde-Shooting mit der lieben Anna und ihrem Pferd Scarabee. Schon vor dem Shooting habe ich klar gemacht: Ich weiß in der Theorie, wie man Pferde fotografiert – habe es allerdings noch nie selber gemacht. Egal, sie hat sich drauf eingelassen, und heute gucken wir mal, was dabei so raus gekommen ist.

Welches Equipment habe ich benutzt?

Erst mal die Frage aller Fragen: Womit habe ich fotografiert? Pferde sollte man nie mit Weitwinkel- oder Normalbrennweite fotografieren, da das unschöne Verzerrungen am Körper des Vierbeiners herbeiführen kann. Deshalb habe ich mich für mein 85mm F1.4 Objektiv von Samyang entschieden, mit dem ich circa 90 Prozent der Fotos geschossen habe. Als Back-Up-Objektiv mit einer noch längeren Brennweite habe ich das 18-200 F3.5-5.6 eingesteckt, das ich unter anderem in der Reithalle gelegentlich verwendet habe. Die Kamera war die Nikon D3300.

Der Ablauf des Shootings

Nachdem wir alle am Stall angekommen waren, wurden erst mal Anna und das Pferd geputzt und schön gemacht. 😉 Als erstes ist Anna im Dirndl ohne Sattel auf eine Wiese geritten, wo wir ein paar Fotos gemacht haben. Dabei ist Anna ein bisschen durch die Gegend geritten und manchmal kurz stehen geblieben. Ich habe ausschließlich die 85mm-Festbrennweite benutzt. Besonders lange wollte Scary aber nicht still halten und ist sogar gestiegen, deshalb sind wir schon nach ca. zehn Minuten wieder zurück gegangen und haben noch ein paar Fotos mit dem Dirndl auf einem Paddock gemacht.

Danach sind wir in die Reithalle gegangen, dort habe ich erst mal mit dem 18-200 ein paar Fotos gemacht. Da dieses Objektiv keine besonders große Offenblende hat, musste ich den ISO-Wert durchgehend auf über 1600 schrauben. Dort sind Anna und Scary auch über ein Hindernis gesprungen, das habe ich sowohl mit dem 18-200 als auch mit der 85er-Festbrennweite festgehalten, die ich später drauf geschraubt habe.

Alles in allem gefallen mir die Hallen-Bilder aber nicht ganz so gut, nicht alle Bilder sind wirklich auf den Punkt scharf und einige Fotos sind nicht vorteilhaft angeschnitten, da nicht allzu viel Platz war.

Danach sind wir nochmal auf ein anderes Paddock gegangen, wo sehr schöne Fotos entstanden sind, da die Sonne auch schon ein bisschen tiefer Stand und das schöne Wohnhaus, das an die Ställe angrenzt, gelegentlich im Hintergrund zu sehen ist. Für richtige Gegenlichtfotos war es aber leider immer noch zu früh.

Fürs nächste mal weiß ich also: Lieber ein bisschen später zum Stall fahren und direkt, bevor man mit irgendwas anfängt, einen schönen Spot suchen und sich dort dann, sobald die Sonne günstig steht, viel Zeit für Fotos nehmen.

Tja, und das wars dann auch schon. Wir haben noch ein bisschen Kuchen gegessen und sind dann nach Hause gefahren. Ich bin auf jeden Fall bereit für weitere Pferde-Shootings. Trotz meiner fehlenden Erfahrung in diesem Gebiet sind echt tolle Fotos entstanden, was mit Sicherheit zumindest teilweise an Anna liegt.

Ich werde mich weiter über dieses Thema informieren und jede Gelegenheit nutzen, ein Pferd, am liebsten mit Reiter, vor die Kamera zu kriegen. Auch an Turnierfotos werde ich mich früher oder später versuchen.

In diesem Sinne: Zurück in den Stall, Scary. 😉

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